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“Österreichs Medienwelt von A bis Z” von Harald Fidler

Am 20.11.2008 präsentierte Medienspezialist Harald Fidler sein neuestes Buch mit dem Titel “Österreichs Medienwelt von A bis Z” (Falter Verlag). Vor außerordentlich vielen interessierten Zuhörern aus Medien und Marketing diskutierten Anneliese Rohrer, FH-Studiengang Journalismus und Medienmanagement, Falter-Chefredakteur Armin Thurnher und Harald Fidler die Entstehung und den Auftrag des Buches.

“Eigentlich wollte ich es – passend zur aktuellen Lage des ORF, auch des Zeitungs- und Magazinmarkts und nicht zuletzt als Fortsetzung meines zweiten Buches ,Im Vorhof der Schlacht’ – ,Mitten im Schlachten’ nennen”, kommentierte Fidler die Entstehung des Buchtitels. Der schließlich gemeinsam mit Thurnher gewählte Titel zeigt schneller, was den Leser erwartet: Ein Nachschlagewerk über die österreichische Medienlandschaft, das allerdings nicht trocken Fakten aufzählt, sondern in Fidlers pointiertem Stil Erklärungen und Hintergründe liefert. Thurnher erinnerte, dass Enzyklopädien zu den ersten Instrumenten der Aufklärung zählten. Aufbauend auf seinen früheren Büchern gibt Harald Fidler in seiner Neuerscheinung einen kompletten Überblick über die österreichische Medienwelt. Berühmte Namen aus der Branche dürfen darin ebenso wenig fehlen wie Produkte und Hardfacts der Verlage, Sender und aller weiteren Medienunternehmen am Markt.

Armin Thurnher wollte von Anneliese Rohrer wissen, ob Österreich jene Medien hat, die es verdient. Rohrer: “Wir können uns die Bevölkerung nicht aussuchen.” Kritischer, hinterfragender Journalismus sei kaum noch gefragt, bemängelte Rohrer, aus ökonomischen Zwängen fehle den Redaktionen zudem die Zeit dafür. Junge Journalisten seien arbeitsrechtlich immer weniger abgesichert, um kritischen Journalismus zu betreiben – oder sich auch nur dagegen zu wehren, dass Chefredakteure ihre Texte bis zur Unkenntlichkeit umschreiben.

Marketing und Werbung erinnerte Thurner an ihre Mitverantwortung für den Zustand der Medienlandschaft – ihre Buchungen entschieden schließlich mit, welche Medien wie guten Journalismus finanzieren können.

Ist eine Enzyklopädie in Buchform in Zeiten von Google und Wikipedia noch zeitgemäß?, kam eine Frage aus dem Publikum. Harald Fidler: “Wenn Sie  diese Informationen aus dem Internet zusammentragen wollen, surfen Sie sich die Finger wund und werden doch lange nicht alles finden, was das Buch an Infos bietet. Von den dort dargestellten Zusammenhängen und Hintergründen ganz zu schweigen.”

Die Bundeswettbewerbsbehörde stellte für die hochkarätig besuchte Präsentation ihre Räumlichkeiten im Galaxy Tower zur Vefügung. Geschaftsführer Dr. Theodor Thanner begrüßte die Anwesenden und freute sich über das volle Haus. ÖMG-Präsident Peter Drobil sagte in seinem Eröffnungsstatement, dass es eine große Ehre für die Österreichische Marketing-Gesellschaft sei, die Plattform für die Präsentation dieses Buches bieten zu können.

Der Falter Verlag als Herausgeber hatte innerhalb kürzester Zeit alle mitgebrachten Bücher verkauft. Das Buch ist um € 48,– im Buchhandel erhältlich.

Im Publikum konnten neben zahlreichen ÖMG-Mitgliedern bekannte Journalisten und Medienvertreter gesichtet werden, wie Oscar Bronner (Der Standard), Alfred Grinschgl (RTR), Pius Strobl (ORF), Eva Pölzl (ORF), Georg Spatt (Ö3), Reinhard Christl (FH Journalismus Wien), Thomas Madersbacher (gotv), Karl Krammer (Krammer Consultants, ORF-Stiftungsrat), Conrad Heberling (Austria 9), Markus Breitenecker (SevenOneMedia), die ÖMG Board-Mitglieder Florian Skala (IPA-Plus) und Manfred della Schiava (mds), Herta Zink (thinkzink), Mike Graf und Doris Ragetté (RMS), Joe Telebo (Joe&Co), Roland Pessenlehner (Multibus), Isa Svec (Weinreisen Österreich), Waltraud Kaserer (Format)und die ÖMG Vorstände Klement Cabana (T-Factory) und Gabi Stanek (ÄrzteVerlag) sowie Generalsekretärin Eleonora Janotta.

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