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Digital Trendreport: Digitale Kanäle müssen gezielter für Marken genutzt werden

Am 22. Mai 2019 luden wir zum bereits dritten Event in diesem Jahr ins Formdepot in Wien Ottakring. Lisa Köstl (IDENTITIES), Geschäftsführungs-Duo Monika Affenzeller und Jochen Hahn (missMedia), Thomas Schwabl (markeagent.com) und Erik Hofstädter (NÖM AG) ermittelten und diskutierten die derzeit relevantesten digitalen Marketing-Trends.

Nur ein Viertel aller Marketing-Budgets fließen in digitale Kanäle

Thomas Schwabl (Geschäftsführer, marketagent.com) leitete unseren Abend mit einem ersten Blick auf die Fakten ein. Der von marketagent.com erhobene „Digital Trend Report 2019“ ermöglicht einen empirischen Blick in die Zukunft. Denn die einzige Konstante, auf die man sich neben der voranschreitenden Automatisierung und dem wachsenden Aufkommen an künstlicher Intelligenz auch in Zukunft verlassen kann, ist ein permanenter Wandlungsprozess.

© APA/Ludwig Schedl

Ein Wandel, bei dem vor allem digitales Marketing stark an Bedeutung gewinnt. Neben künstlicher Intelligenz, automatisiertem Marketing und datengesteuerter Sammlung von User-Daten spielt künftig vor allem personalisierte User-Kommunikation eine Rolle. Allerdings wird in Österreich bislang nur ein Viertel des Marketingbudgets in digitale Kanäle investiert. Der Großteil fließt weiterhin in klassische Instrumente.

Zwar bietet Omnichannel-Marketing vor allem im digitalen Bereich das größte Potential, dennoch werden Innovationen meist durch fehlendes Know-how, geringe Risikobereitschaft, niedrige Budgets und interne Hierarchien gebremst.

Den Trend zu immer kürzer werdenden Innovationszyklen und einer wachsenden Anzahl an Marketinginstrumenten formuliert Schwabl wie folgt: „In Summe hat das Marketing-Klavier mehr Tasten bekommen und diese muss man schneller spielen.“

Dies ist vor allem im digitalen Bereich von großer Notwendigkeit und ohne die Unterstützung datengesteuerter Automationsprozesse gar unmöglich. Dadurch ist es für nachhaltigen Erfolg essentiell, geschultes Personal mit dem notwendigen Know-how zu beschäftigen. Der hierzulande geringere Wettbewerb lässt laut Einschätzung von Schwabl alte Gewohnheiten und Seilschaften länger währen. Daraus lässt sich eine große Differenz zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern der Marketingindustrie erkennen.

Mitarbeiter sind die besten Influencer

Auch Lisa Köstl (Strategieberaterin, IDENTITIES) und Alexander Oswald (Geschäftsführer, FUTURA und Präsident, Österreichische Marketing-Gesellschaft) gehe in einer Doppelconference der Frage zu digitalen Trends – vor allem in größeren Unternehmen nach.

© APA/Ludwig Schedl

„Wer bin ich als Unternehmen und muss ich auf jeden Trend aufspringen“, ist die erste Frage, die sich viele Entscheidungsträger beim Thema digitaler Entwicklung stellen. Doch was viele vergessen ist, dass jedes Unternehmen ohnehin aus vielen „verschiedenen Zutaten besteht, die sich alle erlebbar machen lassen und so eine natürliche, zielgruppengenaue Reichweite generieren“.

 

Kundennutzen in Software übersetzen

Wenn Kunden mit einem Produkt oder einer Marke ein besonderes Erlebnis verbinden, dann tragen sie die Markenbotschaft von selbst weiter. Deshalb bergen auch Mitarbeiter große Potentiale. Sie haben meist eine stark unterschätzte Community hinter sich und tragen eifrig die Markenkultur des eigenen Arbeitgebers nach außen. Wer ausschließlich auf digitale Kanäle vertraut und aktuellen Trends folgt, wird am Ende seinen Job verlieren, da nie das „große Ganze“ aus den Augen verloren werden darf.

Jedes Unternehmen muss eigene Trends generieren, damit eine zielgruppen-genaue User-Ansprache garantiert werden kann. „Dennoch reicht es nicht aus, die Kommunikation zu digitalisieren und effizienter zu gestalten, auch der Nutzen für den Kunden muss in Software übersetzt werden“, meint Alex Oswald.

Zielgruppenverständnis ist nicht plattformabhängig

Spannende Positionen trafen in der Podiumsdiskussion von Erik Hofstädter (Marketing Direktor, NÖM AG) und dem Geschäftsführer-Duo Monika Affenzeller und Jochen Hahn (missMedia) aufeinander. Man hätte meinen können, dass diese Diskutanten sehr verschiedene Positionen vertreten, doch weit gefehlt.

© APA/Ludwig Schedl

Erik Hofstädter setzt darauf, für seine Zielgruppe(n) das Mediennutzungsverhalten exakt zu analysieren, um für seine Produkte eine optimale Strategie und treffsichere Zielgruppenansprache zu schaffen. Monika Affenzeller und Jochen Hahn bestätigten diese Herangehensweise. Marketingstrategie die User-Bedürfnisse und die digitalen Knotenpunkte müssen eingehend evaluiert werden. Die grundsätzliche Offenheit Neuem gegenüber ist dabei essentiell.

Für Erik Hofstädter steht an erster Stelle der Erfolg der Marke und nicht, welche Kanäle sich grundsätzlich bedienen ließen. Monika Affenzeller und Jochen Hahn geht es, neben der reinen Sichtbarkeit von Botschaften, insbesondere um den Dialog mit Usern.

„Der Stellenwert von Social Media wird von österreichischen Medienhäusern noch immer nicht erkannt“, merkte Jochen Hahn an, der mit dem Team von miss alleine im letzten Monat 5,2 Mio.Interaktionen auf den Social Media Kanälen erzeugen konnte. Auch prognostizierte er einen Anstieg der Kaufkraft bei Social Media-Nutzern, da jene mittlerweile in einem vorangeschrittenen Alter immer vermögender werden und in mehr Entscheidungspositionen kommen.

Ohne Relevanz habe man in Zukunft bei einer heute jungen Zielgruppe wenig Chance auf ein Return-on-Investment. „Wir befinden uns in einem Zwang zur Flexibilität und müssen uns auf eine Dauerevolution der Inhalte einlassen“, verwies Jochen Hahn auf die kommenden Jahre.

Die grundlegende Erkenntnis des Abends: „Für digitale Trends gibt es keine Idealformel. Für jede Marke und Zielgruppe gibt es unterschiedliche Antworten auf Fragen digitaler Innovationen.“

Ein besonderer Ort

Wir als ÖMG sind bemüht mit besonderen Locations auch die Gespräche und den Austausch besonders zu fördern. Genau darauf abgestimmt, durften wir einen besonderen Ort mit unseren Mitgliedern bei diesem Event nutzen: Das Formdepot.  Es ist dies Zusammenschluss aus namhaften Partnerfirmen & Designermarken, die in ihrem handwerklichen Fachgebiet auf höchstem Standard arbeiten – egal ob Rohbau, Statik, Interieur, Boden, Fliesen, Möbel, Beleuchtung oder Pool und Garten. 

In vino veritas

Josef Regner
© APA/Ludwig Schedl

Mit dabei war außerdem das Weingut Josef Regner, der an diesem Abend nicht nur Kraft seiner ausgezeichneten Weine – mit allen bekannten Klassikern des Weinviertels – sondern auch durch seine klugen, philosophischen Aussagen im Dialog ein Publikumsmagnet war. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fordern Sie als ÖMG Mitglied den ÖMG Digital Report 2019 an!

Ein Mail an info@marketinggesellschaft.at genügt.

 

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